Vinod Gajare

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Vinod Gajare
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So viel Platz bietet das neue PHEV-SUV

May 30, 2026


Schon beim Einsteigen fällt auf, wie großzügig der MG S9 PHEV geschnitten ist. Die Türen öffnen weit, die Sitzposition ist angenehm erhöht und selbst große Fahrer finden sofort eine entspannte Haltung hinter dem Lenkrad. Der Innenraum wirkt luftig, offen und deutlich größer, als man es von vielen europäischen Konkurrenzmodellen kennt. Und das übrigens mit sieben Sitzen in Serie, von denen sich zwei so umklappen lassen, dass sie praktisch gar nicht auffallen.

MG S9 PHEV: Platz satt

Das luftige Raumgefühl liegt nicht nur an den Außenmaßen, sondern auch daran, wie clever MG den Innenraum organisiert hat. Die durchgehende Mittelkonsole mit Gangwahlhebel und Fahrmodi-Drehknopf ist gleichermaßen modern wie aufgeräumt gestaltet. Der Armaturenträger baut nicht unnötig breit auf und zwischen den vorderen beiden Plätzen bleibt viel Bewegungsfreiheit. Der Fahrer blickt auf ein 12,3-Zoll-Infodisplay. Dazu kommt ein Touchscreen in gleicher Größe für das Infotainment. Unterhalb des Center-Displays sind physische Tasten für die wichtigsten Funktionen der Klimaanlage zu finden.

MG S9 PHEV in der Seitenansicht.
MG S9 PHEV: Muskuläre Seitenpartie mit versenkbaren Türgriffen. Image source: Hayo Lücke / inside digital

Besonders beeindruckend ist aber das Platzangebot in der zweiten Reihe. Während viele SUVs zwar außen mächtig auftreten, hinten aber nur durchschnittliche Verhältnisse bieten, liefert der MG S9 PHEV hier tatsächlich Oberklasse-Gefühle. Die Kniefreiheit fällt enorm aus. Selbst wenn vorn ein groß gewachsener Fahrer sitzt, bleibt hinten noch reichlich Platz. Dass die Knie schnell Kontakt zu den Vordersitzen aufnehmen, muss niemand befürchten – auch dank 2,92 Metern Radstand.

Fond mit Lounge-Atmosphäre

Dazu kommt eine angenehme Sitzhöhe. Die Rückbank ist nicht zu tief montiert, wodurch die Passagiere in den ersten beiden Reihen eine entspannte Haltung einnehmen können. Gerade auf langen Strecken ist das ein großer Vorteil. Viele moderne Elektro- oder Hybrid-SUVs kämpfen aufgrund der Batterie im Unterboden mit ungünstigen Sitzpositionen. Beim MG S9 PHEV fällt dieses Problem kaum auf.

Auch die Kopffreiheit überzeugt. Selbst Personen deutlich über 1,90 Meter sitzen hinten in Reihe 2 noch komfortabel, ohne ständig Kontakt mit dem Dachhimmel zu haben. Das serienmäßige Panoramadach mit Schiebedach-Funktion nimmt dem Innenraum zusätzlich jede Spur von Enge. Aber: Die beiden zusätzlichen Plätze in der dritten Reihe sollten nach Möglichkeit eher Kindern vorbehalten bleiben. Hier geht es deutlich enger zu.

Kofferraum: Viel Platz für Alltag und Urlaub

Der Kofferraum gehört zu den weiteren Highlights des MG S9 PHEV. Schon im normalen Zustand – mit umgeklappten Sitzen für die dritte Sitzreihe – schluckt das SUV reichlich Gepäck. In Zahlen ausgedrückt: satte 826 Liter. Große Koffer, Getränkekisten oder Kinderwagen verschwinden ohne Tetris-Spiel im Heck. Mit aufgestellter dritter Sitzreihe reduziert sich das Ladevolumen enorm; auf nur noch 332 Liter. Dann muss eine Dachbox herhalten, um Gepäck aller Passagiere mit auf die Reise zu nehmen. Oder ein Anhänger wird angespannt. Denn die gebremste Anhängelast liegt bei stattlichen 2.000 Kilogramm.

MG S9 PHEV Kofferraum
Viel Platz im Kofferraum des MG S9 PHEV – aber nur wenn die beiden Plätze für Passagier sechs und sieben umgelegt werden. Image source: Hayo Lücke / inside digital

Legst du wiederum alle Sitze inklusive der zweiten Sitzreihe um, stehen dir fast schon unglaubliche 1.613 Liter Gepäckraumvolumen zur Verfügung. Praktisch ist dabei primär die breite Ladeöffnung. Die Ladekante ist angenehm niedrig und erleichtert das Einladen schwerer Gegenstände. Einen großen Unterboden gibt es nicht, ist bei der gebotenen Größe aber auch weniger notwendig.

Hinzu kommen zahlreiche Ablagen im Innenraum. Große Türtaschen, ein geräumiges Fach unter der Mittelarmlehne sowie weitere Ablagemöglichkeiten sorgen dafür, dass Smartphones, Getränke oder Kleinkram nicht im Fahrzeug herumfliegen.

Komfort statt Sportlichkeit

Beim Fahren zeigt der fast fünf Meter lange MG S9 PHEV schnell seinen Charakter. Dieses SUV möchte trotz 220 kW (299 PS) Systemleistung kein Sprintmeister sein. Zwar fährt er in der Spitze 200 km/h, braucht für den Spurt von 0 auf 100 km/h aber knapp 10 Sekunden. Sehr gemächlich…

Statt auf Leistung pur konzentriert sich das Auto samt Fahrwerk klar auf Komfort. Unebenheiten filtert der Wagen angenehm weich weg. Besonders auf schlechten Straßen spielt die Abstimmung ihre Stärken aus. Schlaglöcher oder Querfugen dringen nur gedämpft in den Innenraum durch.

Das passt hervorragend zum gesamten Raumkonzept des Fahrzeugs. Der MG fühlt sich eher wie ein rollendes Wohnzimmer an als wie ein sportliches SUV. Gerade Familien oder Pendler, die täglich viele Kilometer abspulen, dürften genau das zu schätzen wissen. Und soll ein Hund mitreisen, hat auch der ausreichend Platz im Kofferraum.

MG S9 PHEV
Der MG S9 PHEV kommt mit einem angenehm unaufgeregten Cockpit daher. Image source: Hayo Lücke / inside digital

Die Lenkung arbeitet leichtgängig und unkompliziert. In engen Innenstädten macht sich allerdings die Größe bemerkbar. Der S9 benötigt etwas Platz beim Rangieren: 11,5 Meter Wendekreis. Dank moderner Kamerasysteme und Parksensoren bleibt das Handling dennoch gut überschaubar.

Auf der Autobahn überzeugt das SUV mit angenehmer Ruhe. Wind- und Abrollgeräusche halten sich erfreulich zurück. Zusammen mit den großzügigen Sitzen entsteht ein sehr entspanntes Reisefahrzeug mit Frontantrieb.

Als Plug-in-Hybrid kombiniert der MG S9 PHEV übrigens einen 1,5-Liter-Vierzylinder-Turbobenziner mit einem Elektromotor; zu erreichen über eine hydraulische Fronthaube. Im Alltag bedeutet das: Kurze Strecken lassen sich mit drei auswählbaren Rekuperationsstufen rein elektrisch zurücklegen, während auf langen Fahrten der Verbrenner übernimmt. Die rein elektrische Reichweite gibt der Hersteller mit bis zu 100 Kilometern an. Hinzu kommt ein 65-Liter-Tank (hinten links), der hunderte weitere Kilometer macht.

Wie viele genau, konnten wir in unserem Halbtagestest rund um München nicht ermitteln. Legt man aber den Herstellerverbrauch von 6,7 Litern an, wären fast 1.000 weitere Kilometer möglich. Auf der Autobahn dürften 750 bis 800 Kilometer einem realistischen Wert entsprechen. Gerade für Familien ergibt dieses Konzept Sinn. Wer täglich zur Arbeit pendelt oder Kinder zur Schule bringt, kann viele Fahrten elektrisch erledigen. Gleichzeitig bleibt die volle Langstreckentauglichkeit erhalten.

MG S9 PHEV in der Frontansicht.
Wuchtige Front des MG S9 PHEV. Image source: Hayo Lücke / inside digital

Das zusätzliche Gewicht der knapp 25 kWh großen LFP-Batterie – sie ist über einen Ladeanschluss hinten rechts mit bis zu 11 kW wiederaufladbar – merkt man dem Fahrzeug zwar an, doch der komfortorientierte Charakter kaschiert dies geschickt. Der Antrieb arbeitet harmonisch und passt gut zum ruhigen Wesen des SUVs. Die Gangwechsel erfolgen harmonisch und ohne zu hohe Drehzahlen zu erreichen.

Was kostet der MG S9 PHEV?

Und der Preis? In der Komfort-Variante geht es bereits bei 44.990 Euro los. Mit zusätzlichen Ausstattungsfeatures ist das Auto auch in einer Premium-Ausführung zu haben: ab 48.790 Euro. Dann kannst du unter anderem ein Premium-Soundsystem von Bose nutzen, auf den Einsatz von Nebelscheinwerfern zählen und auf eine Qi-Ladeschale im Innenraum zum Aufladen von Smartphones setzen. Zudem kommen Kunstleder statt Stoffsitze zum Einsatz, die neben einer Sitzheizung auch eine Sitzbelüftung und eine Massagefunktion für Fahrer und Beifahrer bieten.

Von den oben genannten Basispreisen kannst du derzeit den staatlichen Förderbonus beim Kauf eines Plug-in-Hybrid-Autos in Höhe von bis zu 4.500 Euro abziehen. Und von MG gibt es mindestens bis Ende Juni 2026 weitere 4.500 Euro Rabatt. Im günstigsten Fall startest du mit dem MG S9 PHEV also derzeit bereits ab knapp 36.000 Euro durch. Eine echte Ansage bei der gebotenen Ausstattung. Vier Lackierungen stehen zur Wahl. Nur in Weiß wird kein Aufpreis fällig. Garantie: 7 Jahre bis 150.000 Kilometer. Zum Service muss der Wagen einmal alle zwölf Monate oder nach 24.000 gefahrenen Kilometern.

MG S9 PHEV in der Heckansicht.
Durchgehendes LED-Lichtband am Heck des MG S9 PHEV. Image source: Hayo Lücke / inside digital

Beim Blick auf die Materialien zeigt sich der MG S9 PHEV übrigens solide, aber nicht perfekt. Die wichtigsten Kontaktflächen wirken ordentlich verarbeitet. Allerdings entdeckt man an vielen Stellen auch härtere Kunststoffe, die den Preisunterschied zu etablierten Premiumherstellern spürbar machen. Wirklich störend fällt das im Alltag jedoch kaum auf. Das Infotainment präsentiert sich modern, benötigt aber etwas Eingewöhnung. Die Menüs wirken umfangreich und nicht immer sofort intuitiv. Sprachsteuerung? Vorhanden! Aber nicht vollumfänglich nutzbar. Zwar lassen sich zum Beispiel per Sprachbefehl die Fenster öffnen und schließen, das Einschalten der Sitzheizung und ein Radiosenderwechsel klappten im Test aber nicht.

Das eigentliche Verkaufsargument bleibt der Platz

Am Ende läuft beim MG S9 PHEV vieles auf ein zentrales Thema hinaus: Raum. Dieses SUV bietet enorm viel Platz für Passagiere und Gepäck, ohne dabei unverschämt teuer zu sein. Genau darin liegt die größte Stärke des Fahrzeugs. Während viele Konkurrenten zunehmend auf sportliches Design und coupéhafte Dachlinien setzen, konzentriert sich MG bei seinem ersten SUV auf Alltagstauglichkeit. Das Ergebnis ist ein Auto, das vor allem Familien, Vielfahrern und komfortorientierten Käufern gefallen dürfte.

MG S9 PHEV auf einem Feldweg bei München in der Frontansicht.
Das bisher größte Auto von MG: der MG S9 PHEV. Image source: Hayo Lücke / inside digital

Natürlich gibt es dynamischere Straßenkreuzer. Die rund 2,2 Tonnen Fahrzeuggewicht sind in manchen Situationen stark zu spüren. Und es gibt hochwertigere Innenräume und sicher auch emotionalere Designs. Doch beim reinen Nutzwert spielt der MG S9 PHEV ganz vorne mit. Und die Liste der Serienausstattung ist üppig: 3-Zonen-Klimaautomatik, elektrische Heckklappe, Vehicle-to-Load (V2L), 360-Grad-Kamera und eine umfangreiche Liste an Fahrassistenzsystemen – alles an Bord. So wird Autofahren fast schon zu einem Erlebnis.

Der MG S9 PHEV ist kein Auto für Menschen, die ständig die nächste Passstraße attackieren möchten. Stattdessen liefert er genau das, was viele Käufer im Alltag tatsächlich brauchen: viel Platz, hohen Komfort und moderne Technik.



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